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Wie reich bin ich? Eine ehrliche Bewertung

Wie reich bin ich wirklich?

Eine gute Frage und da ich gerade (mal wieder) am Anfang meiner Reise stehe, sollte ich sie mir auch knall hart und ehrlich stellen.

Also Martin, wie reich bin ich denn nun wirklich? Oder sollte ich fragen, wie arm ich bin?

Mein Net Worth

Wie reich bin ich eigentlich?

Ich frage mich: „Wie reich bin ich?

Wer meinen alten Blog verfolgt hat, konnte feststellen, dass ich schon ein geringes Vermögen aufbauen konnte und nebenbei meine Altschulden abtragen konnte. Ich hatte gute 20.000,- EUR in Aktien investiert und meine monatliche Schuldentilgung lag bei mehr als 1.500,- EUR. Das war eigentlich ein guter Weg, die Schuldenfreiheit war bereits am Horizont zu sehen und ich konnte einen großen Teil meines Gehaltes investieren. Und wenn wir ehrlich sind, ist das ja auch der spaßigere Teil, also das Investment meine ich.

In mein Net Worth, also meinen Nettowert, zähle ich folgende Dinge hinein:

Hochwertige Geräte oder mein Fahrrad zähle ich für die Frage „Wie reich bin ich?“ nicht mit. Das wäre auch sinnlos, da es ein theoretischer Verkaufswert wäre und ich sicherlich nicht rein so hohen Preis für mein Fahrrad bekäme, wie ich ihn gezahlt habe. Das gleiche gilt für den Laptop, meine Küchenmaschine und so weiter.

Ehrliche Aufschlüsselung

Ah, der Moment der Wahrheit und des Schmerzes.
Irgendwie hätte ich den gerne vermieden, aber vermutlich wird die Erkenntnis ganz gut tun.

PositivNegativ
Bargeldreserven0,- EURSchulden:-14.020,43 EUR
Aktien & Anleihen0,- EUR
Immobilien0,- EUR
Firmenbeteiligungen0,- EUR

Bämm. Das tut weh. Beschissene 14.000,- EUR im Minus. Kinder, lasst Euch gesagt sein: Finger weg von Krediten jeglicher Art. Ein Großteil der mit dem Geld erworbenen Güter besitze ich vermutlich gar nicht mehr.

Als ich die Summe gesehen habe, war ich für einen kurzen Moment doch meine Wertgegenstände einzurechnen. Man könnte das ja damit gut schönen. 1.000,- EUR für den Laptop, 2.500,- EUR für das Fahrrad und so weiter.

Fazit – Wie reich bin ich denn nun?

Wie reich bin ich wirklich?

Münzen sammle ich im Moment so einige, nur machen sie mich nicht wirklich reich.

Eigentlich sollte ich nicht fragen „Wie reich bin ich?“ sondern eher „Wie arm bin ich?“. Mein Net Worth ist im Minus und das war auch zu erwarten, aber ich habe auch gute Nachrichten. Ich tilge diese Schulden monatlich mit 1.083,- EUR und schaffe es somit in knapp einem Jahr (13 Monate!) komplett schuldenfrei zu sein. Danach fließt dieser Tilgungsbetrag zu 100% in den Vermögensaufbau.

Leider kann ich nicht mehr Tilgung aufbringen, denn einerseits bin ich unterhaltspflichtig und möchte dieser Verpflichtung auch nachkommen und andererseits habe ich auch nur einen engen Raum für höhere Raten. Ich könnte eine höhere Tilgungsrate ansetzen und dann würde sich der Unterhalt entsprechend verringern, was aber letztendlich meiner Ex-Frau und meiner Tochter schaden würde.

Ich bin also auf dem Weg von „arm“ zu „nichts wert“, um danach in Richtung „finanzielle Unabhängigkeit“ zu laufen (vielleicht auch zu rennen).

Mit hat die Frage, wie reich ich denn nun bin, letztendlich einen Motivationsschub verpasst. Ich bin bald raus aus den Schulden, werde mich hüten Neue aufzunehmen und das ist etwas Gutes. Obwohl mit 13 Monate jetzt noch recht lang vorkommen.

Betrachtet Ihr regelmäßig Euren Net Worth?
Könnt Ihr den Net Worth auf Anhieb benennen?

Ich hätte es nicht gekonnt, werde ihn aber jetzt scharf im Auge behalten. Der Tag, an dem ich schuldenfrei sein will, ist der 15.01.2017 – in genau 13 Monaten.

Webseite zum Thema „Wie reich bin ich“

Ich habe hier noch eine Webseite gefunden, mit der Ihr Euren Reichtum und Euer Einkommen im weltweiten Vergleich betrachten könnt. Das ist ein netter Gag, ob es stimmt, weiß ich natürlich nicht, aber die Seite will ich Euch nicht vorenthalten:
http://www.globalrichlist.com/

Wenn Ihr runterscrollt, bekommt Ihr gleich noch ein paar nette Animationen geliefert. Wie lange arbeitet Ihr für eine Coca Cola Dose oder wieviel Ärzte würden für Euer Gehalt in Kasachstan arbeiten.

Dahinter steht Care International und will Euch natürlich zum Spenden animieren. Ich werde mich dazu jetzt nicht weiter äußern, ob und wie Ihr etwas spendet geht mich nichts an und ist auch nicht Sinn der Seite. Hier noch der Link zu Care International:
http://www.careinternational.org.uk/

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Kommentare


Alex von Reich-mit-Plan.de Dezember 15, 2015 um 9:28 pm

Meinen Net Worth kann ich praktisch jeden Monat aktuell ablesen. In meine Vermögensbewertung fliessen auch alle Verbindlichkeiten ein. Allerdings sind es bei mir nur Aktienkredite im angemessenen Rahmen.
SämtlicheRücklagen die ich zudem für verschiedenste Dinge tätige, lasse ich in der Berechnung außen vor.
Somit hätte ich also noch etwas Spielraum um mir meinen Net Worth auch schön zurechnen.

Viel wichtiger als die Ermittlung des aktuellen Wertes, finde ich die Fähigkeiten, wie schnell man wie viel Geld generieren kann. Also das Haupteinkommen + Erträge (die du grad nicht hast) + die Möglichkeit nebenbei weitere Erträge (durch den Blog, Projekte z.B.) zu generieren.

Die Zahl die hier ermittelt werden kann, ist der Schlüssel zur finanziellen Freiheit.
Ich drück dir die Daumen für dein Ziel in 13 Monaten!
Gruß
Alex

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Florian Februar 16, 2016 um 8:28 pm

Wow, klasse Artikel und Respekt für die Offenlegung deiner Finanzen. Viel Erfolg weiterhin beim Schulden tilgen. Danach geht es straight forward

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Martin Februar 17, 2016 um 6:55 pm

Danke – Aller Anfang ist schwer und eventuell liest ja jemand den Beitrag und entscheidet sich gegen Konsumkredite und eher dafür sein Geld zu investieren. Sobald ich die Schulden getilgt habe geht es wieder weiter mit den Investments.

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Jochen Februar 18, 2016 um 6:26 pm

Hey, super Artikel! Ich denke so wird es vielen gehen. Ich bin begeistert, dass Du ehrlich mit Deinen Schulden umgehst! Viel Erfolg beim Abbau und ich freue mich schon auf den Artikel, wo geschrieben wird was Du ab Monat 13 mit dem Überschuss machst 😉

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